13
Nov
12

Berlin, Berlin – du bist so wunderbar…

Aus konzerttechnischer Sicht ist unser Jahr 2012 seit letztem Wochenende vorüber und mit dem Konzert in der mittlerweile liebgewonnenen „Kiste“ in Berlin-Hellersdorf fand das Jahr einen krönenden Abschluss. Mensch die Berliner, wollen wohl -was die Tanzgeilheit angeht- den Mühlhausener den Rang ablaufen? Man möchte beinahe behaupten, dass die Tanzfläche Feuer fing- teilweise auch starke Darbietungen in der B-Note. Die Kiste war richtig gut gefüllt und da macht es für eine Band auch wirklich Spaß, gut 3 Stunden zu rocken. Okay, dieses Mal waren die Bedingungen auch klasse: Scheißwetter, kein „Wetten dass…“ im Fernsehen und Andy war nicht dabei (muhahahaha, Scherz, er möge diesen Gag verzeihen).

Im strömenden Regen gings von Schkeuditz nach Hellerdorf, wo der uns schon bekannte Techniker Kevin bereits auf uns wartete. Mit ruhiger Hand koordinierte er den Aufbau und ohne Stress mischte er uns perfekt ab. Alles in Allem war das aus Sicht der Band ein toller Abend, den wir alles genossen. Wir hoffen, dass es das Publikum ähnlich sah.

Am Ende gab es dann von unserem Kumpel Frank ein abgefahrenes Gruppenbild (dickes Danke an Frank):

Wie eingangs erwähnt, ist uns die Kiste wirklich ans Herz gewachsen und wir kommen gern regelmäßig wieder. Wie man sich denken kann, wird sich die Band jetzt bis nächstes Jahr nicht gehen lassen…also nicht mehr als sonst auch. Es gibt viel zu proben und zu trinken…

Abschließend noch ein paar Dinge in eigener Sache: zunächst waren wir etwas betrübt, die Kritik am zeitlichen Ablauf beim Ankerkonzert zu lesen. Nun ja, es war keine musikalische Kritik, das ist schonmal gut, aber das Organisatorische liegt oft nicht immer nur in unserem Ermessen und wir müssen auch auf andere Bands und Umstände Rücksicht nehmen. Im Anker waren wir der Meinung, wir müssten nicht immer der Hauptact sein, sodass wir den Abend eröffnen wollten. Aber wir nehmen uns der Kritik auch an und werden künftig versuchen, unsere genaue Startzeit auf der Homepage und bei Facebook zu veröffentlichen. Vielleicht ist dann die einzige Kritik nur, dass es von der Bühne her schlecht riecht.

Außerdem ist uns noch wichtig, zu sagen, dass sich ab 2013 hoffentlich nicht viel ändern wird. Befürchtungen, wir würden abheben, sind unbegründet. Es wird weiterhin bestimmte Konstanten geben: liebgewonnene Konzerte (Mühlhausen, Berlin, Erfurt, Anker Leipzig) werden nicht wegfallen, wir werden weiterhin versuchen musikalisch weiterzukommen (neue Songs, neue Instrumente, neue Interpretationen) und wir bleiben die Bekloppten, die der Bierindustrie während der Finanzkrise den Arsch retteten. Und durch unsere neue Managerin Anett werden wir letztlich nur auf mehr Bühnen stehen und andere regionale Biersorten kennen lernen.

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18
Okt
12

neue wege

Wir versuchen heute mal was anderes. Prinzipiell verlaufen doch unsere Blogeinträge ja immer gleich: Treffen im Probenraum (einige kommen zu spät), Einräumen der Transportvehikel (einige verweigern), Aufbau vor Ort, Konzert, Bier, Abbau und Einräumen im Probenraum (einige verweigern). Nee, dieses Mal lassen wir Bilder sprechen!

Da wäre zunächst unser Jahreskonzert im Anker, welches wir gemeinsam mit Short Run, Paper George und Stan Silver bestritten und selbst organisierten. In Anbetracht dessen, dass parallel hierzu die erste Ausgabe von „Wetten dass …“ ohne Gottschalk lief, war der Anker doch recht gut gefüllt.

Eine Woche später: ein weiteres Heimspiel. Im Kulturhaus Sonne in Schkeuditz spielten wir gemeinsam mit Short Run und unterstützt von Micha Fleischmanns Technikfirma „Konzerte Live“ ein deutlich längeres Set als noch vor Wochenfrist im Anker.

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Unser nächstes Konzert, und damit wahrscheinlich das letzte vorm Jahreswechsel und einer organisatorischen Umstrukturierung, finden am 10.10. in Berlin statt.
Man erlaube dem Autor, die „organisatorische Umstrukturierung“ etwas deutlicher zu untersetzen: ab 2013 leisten wir uns den dekadenten Luxus einer Managerin. Wie schon auf unserer Homepage ersichtlich ist sie ab sofort Ansprechpartner für Fragen das Management und Booking betreffend. Wir sind alle sehr glücklich, aufgeregt und gespannt auf die Zusammenarbeit mit Anett und freuen uns auf Gigs im Bellagio in Las Vegas, dem Madison Square Garden in New York City, in der Oper von Sydney und auf Backstage-Zechereien mit den Rolling Stones, Toto und Florian Silbereisen, dem kranken Rocker. Selbstverständlich werden wir dorthin mit unserem neuen Scuttles-Jet fliegen. Wir hoffen, liebe Anett, Du kannst mit diesem dezenten Erwartungsdruck leben. Muhahahahaha

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10
Sep
12

Das Hoffest im …

Das Hoffest im Ziegenhof Pusack: eine tolle Erinnerung von uns an 2011. Hier hatten wir richtig Spaß und so waren wir doch freudig erregt, auch in diesem Jahr wieder vor Ort sein zu dürfen- einem Ort den noch nicht mal das Navi kennt und uns gleich mal in einen polnischen Wald leitete. Ob der Verfassungsschutz in diesem Moment wußte, dass sie die Scuttles unerlaubt ins Ausland absetzten? Naja kurze Zeit später waren wir wieder in Deutschland und ob das nun ein Grund für das Land zur Erleichterung war, sei mal dahin gestellt. Seltsamerweise stellte sich Freude bei den Anwesenden und somit Altbekannten ein, als wir ankamen. Komischweise wurden wir auch mit Geschichten konfrontiert, an die wir uns gar nicht erinnern konnten. Woran das wohl liegt? Naja jedenfalls war alles aufgrund der Herzlichkeit sehr entspannt und die leckeren Ziegenmilchfrischkäsesorten ließen und wieder jubilieren.

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Mit Einbruch der Dunkelheit war unser Aufbau auf der Bühne direkt am Ufer des Grenzflusses Neiße beendet und pünktlich, als der Vollmond zum Vorschein kam, begannen wir unser fast 4-stündiges Konzert.

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Die Tanzfläche war recht schnell mit Linedancern gefüllt (keine uninteressante Erfahrung für uns) und einzig problematisch war die enorme Luftfeuchtigkeit in Flußnähe.

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Besondere Tontechniker heben wir an dieser Stelle immer sehr gern hervor: auch in diesem Fall. Das war ne klasse Leistung!

Man sagt sich, dass es nach dem Konzert noch sehr lange ging, aber das ist ja kein Wunder, wenn man sich wohl fühlt. Also wieder mal eine klasse Sache. Viele viele Bilder vom Konzert hat der extra aus Berlin angereiste Frank gemacht. Einfach mal HIER vorbeischauen! Und auch die lokale Internetzeitung bedachte uns mit einem Artikel.

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27
Aug
12

Die ganze Zeit …

Die ganze Zeit haben wir uns gefragt, warum man uns zum SÄNGERfest nach Finsterwalde einlädt. Unabhängig davon war uns auch das Ausmaß dieser Veranstaltung nicht bewußt, aber beginnen wir am Anfang, nämlich beim Treffen und Einräumen des Transporters. Und auf ging es nach Finsterwalde, und zwar fast ausschließlich über die Landstraßen in Richtung Nordosten. Bei der Ankunft in Finsterwalde konnte man glauben, ganz Brandenburg und Nordostsachsen sei hier auf den Beinen. Seltsam fanden wir, dass die Menschen Sitzgelegenheiten in Dreierreihen am Straßenrand aufbauten. Seltsam! Vom Navi geleitet fuhren wir ins Stadtzentrum und bald waren die Straßen so sehr mit Menschen gefüllt, dass man kaum noch im Schritttempo vorankam. Endlich trafen wir an der vermeintlichen Bühne ein, doch ein kurzes Gespräch mit dem dortigen Techniker klärte uns auf, dass wir falsch seien und einmal durch das Zentrum zu einer anderen Bühne müssten. Wieder im Schritttempo nahmen wir die Fahrt auf, während zwei Bandmitglieder herausfinden wollten, wo genau wir hinmüssten und wo man parken könnte. Diese Zwei erfuhren dann recht schnell, dass ein großer Umzug jeden Moment starten sollte (deswegen die bestuhlten Dreierreihen), der genau in die Gegenrichtung des schrittfahrend Transporters auf der engen Straße verlaufen sollte. Oha, man verfiel in leichter Panik und so wurde kurzerhand und leicht hysterisch die Polizei (!) um Hilfe gebeten, die schnell eine kleine Gasse in die Menschenmassen schnitt, sodass wir unsere Parkposition erreichten. Wenige Minuten später startete der Umzug ungeahnten Ausmaßes und die sich abzeichnende Kollision konnte damit knapp verhindert werden. Die Bemerkung, sowas wie mit den bestuhlten Dreierreihen wäre NICHT MAL in Schkeuditz denkbar, sollte man besser verschweigen. Verrückt diese Finsterwälder. Nun gut, wir bauten unseren Krempel auf der riesigen Bühne auf und kurz vor 17 Uhr begannen wir das pünktlich unser zweistündiges Konzert.

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Recht schnell füllte sich der Platz und ebenso schnell entstand eine großartige Stimmung, die gegen Ende des Konzert ins leicht extatische kippte.

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Vor allem „Speedway at Nazareth“ und „Sultans of Swing“brachten den Platz zum Kochen. Wir schreiben das hier oft, aber es war ein tolles Konzert mit großartigem Publikum. Damit hätte von uns wohl keiner gerechnet.

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Und an dieser Stelle sei die Band mal besonders gefeiert: der Abbau nach dem Konzert vollzog sich innerhalb von handgestoppten 18 Minuten, absoluter Rekord, was dem Saxophonisten Tränen in die Augen trieb. Ähnlich schnell vollzog sich das Ausladen des Transporters nach unserer Ankunft gegen um 10 im Probenraum. Jener Saxophonist soll dabei gesehen worden sein, wie er die Vitalfunktionen der Band prüfte und DNA-Abgleiche vornahm, um festzustellen, ob es tatsächlich DIE Band ist, die hier so schnell ein- und ausräumte.

Nächste Woche spielen wir zum zweiten Mal auf dem Hoffest im Ziegenhof in Pusack, was fälschlicherweise bei einer Ansage in Finsterwalde mit „um die Ecke“ beschrieben wurde. Nun gut, aus der Leipzig-Perspektive ist das von Finsterwalde etwa eine Autostunde entfernte Pusack an der polnischen Grenze irgendwie wirklich „um die Ecke“.

Achso, eins noch, wir wurden mehrfach gefragt, wo man unsere formschönen Scuttles-Obertrikotagen erstehen kann. Hier !

 

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21
Aug
12

on the road again

Es ist mal wieder Zeit für einen Blogeintrag und da die Faulheit zuschlug, werden hiermit mehrere Ereignisse zusammengefasst.

Beginnen wir mit dem vergangenen Wochenende: 1.409,6 km zeigte der Kilometerzähler unseres Transporters um 2 Uhr in der Nacht zum Montag an, als wir von der Ostseetour in Leipzig ankamen. Bereits Freitag Morgen starteten wir, um an den fast nördlichsten Punkt Deutschlands zu gelangen. Warum wir dabei durch Frankfurt fuhren, wird wohl Maiks Geheimnis bleiben. In Magdeburg gönnten wir uns ein paar chinesische Nudeln, um direkt nach der Bestellung fluchend festzustellen, dass unweit des Chinawagens eine Dönerbude stand. Nun ja, wenigstens waren wir nicht im Gasthaus zum güldenen „M“.

Durch mehrere fette Staus in und um Hamburg (ach doch nicht Frankfurt) trafen wir erst gegen um Sechs in Havetoftloit (Nähe Flensburg) ein. Da es eine Affenhitze war, kamen nicht so herausragend viele Besucher aber wer die Scuttles kennt, weiß, dass wir dennoch richtig Spaß hatten. Unsere Gastgeber waren Klasse und mal wieder floß das Bier in Massen, sodass sich nach dem Konzert eine Bluessession mit dem Gastwirt Hajo anschloss, bei dem wir herrlich untergebracht waren und verpflegt wurden. Einzig kritisch anzumerken ist der Umstand, dass die beiden Ollis morgens von einem eckhausgroßen Hund in 2cm Entfernung vom Gesicht geweckt wurden. Gerade der eine hatte dann mit der Reinigung der Unterwäsche und des Bettlakens alle Hände voll zu tun. (Ja es war der am Sax).

Nach dem Frühstück und dem Abbau am Samstagmorgen hieß es „Anschnallen“ und ab Richtung Kühlungsborn. Eine Strecke die weiß, wie man sich zieht. Eine gefühlte Ewigkeit später trafen wir im Vielmeer am Yachthafen Kühlungsborn-Ost ein, wo wir nunmehr zum dritten Mal spielten. Endlich konnte man sich auch beim Aufbau mal etwas Zeit lassen. Für eine Überraschung sorgte der Umstand, dass unser ehemaliger Basser Felix nebst Weibe der Band einen Besuch abstattete, weil sie mit dem Fahrrad an der Ostsee waren. Die Freude wurde dann bis spät in die Nacht in Massen von Bier ertränkt. Das Konzert vor unfassbar vielen Zuschauern wurde bei Ostseehitze deutlich über die zeitliche Lärmschutzgrenze gedrückt.

Ein schneller Abbau und ein zeitnahes Abtauchen in die Betten war mal wieder unmöglich, sodass es maximal 3 Stunden Schlaf gab, denn bereits um sieben morgens stand das Frühstück und die Abfahrt ins Tonstudio an.

Rein optisch muss die Band einen Anblick hergegeben haben, dass man meinen könnte, man sei in einem Zombiefilm gelandet. Jene übernächtigten Antlitze wurden bei zwei Personen durch den Umstand noch mehr entstellt, dass im Tonstudio zwei Katzen weilten, deren Haare dafür sorgten, dass andere Bandmitglieder mehrfach davon abgehalten werden mussten, jene 2 mittels Pflock ins Herz von ihrem untoten Dasein zu erlösen. 

Über 30°C im Studio und die Aufnahmen dauerten insgesamt acht Stunden. Aber es hat sich gelohnt und wird Veränderungen direkt und indirekt nach sich ziehen, die hier an dieser Stelle zunächst geheim bleiben.

Nun ja, nach den Aufnahmen ging es zurück auf die mittlerweile verabscheute Autobahn und unter Ignoranz der Verkehrsmeldungen reihte man sich in einen entsetzlichen Stau Richtung Berlin ein. Anfänglich noch Blödsinn redend und später Elsterglanz hörend sank die Stimmung doch zunehmend ins schläfrige.

Die letztliche Ankunftszeit und der Kilometerstand wurden bereits benannt. Nach einem solchen Wochenende weiß man was man geschafft hat.

Eine weitere Ereignis, welches die Band und damit auch die Autofahrten maßgeblich prägte, war der Besuch des Toto-Konzerts am Dienstag zuvor auf der Parkbühne Leipzig. Ein irres Ding, wir waren alle richtig begeistert und somit wurde diese Musik zum Hauptbestandteil der Fahrten. Wir können nur jedem empfehlen, sich eines der nächsten Toto-Konzerte mal live reinzupfeiffen.

Nicht vergessen sei unser Konzert am 04.08. in der Heimatscholle in Leipzig. Ebenfalls bei heißen Temperaturen ließ sich die Verwaltung der KULTUR-Stadt Leipzig etwas ganz besonderes einfallen: sie versagte der Heimatscholle die Genehmigung unser Konzert open air zu veranstalten. Also zwängten sich die vielen Besucher bei 30°C in den Gastsaal und kurzzeitig wurde überlegt, welcher Aufguss gereicht werden solle. Wir danken an dieser Stelle nochmals herzlich unserer lieben Heimatstadt, die sich das Prädikat „kulturliebend“ wirklich verdient hat. Wenn das Neue Rathaus nicht architektonisch so schick wäre, hätte ich ne Idee für den Standort eines neuen Flächendenkmals.

Okay, liebe Leser, das wäre es erstmal. Die nächsten Konzerte sind in Finsterwalde, bei Cottbus und bei Berlin. Einfach mal einen Blick in die Terminübersicht wagen.

 

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25
Jun
12

Erfurt again

Eine lange konzertlose Zeit der Scuttles fand am vergangenen Samstag ihr Ende, denn zum dritten Mal spielten wir in der Heiligenmühle Erfurt und erstmalig mit einem Ehemann am Piano. Und endlich sollten wir das Glück haben, was uns in den vergangenen beiden Jahren verwehrt blieb: In den Vorjahren bestimmten Regen und Kälte von gerade 10°C mitten im Sommer unsere Konzerte in Erfurt. Dieses Mal hatten wir tatsächlich regenfreies warmes Wetter- perfekt für ein gutes Open-Air-Konzert. Das Wetter trug auch dazu bei, dass die Heiligenmühle sehr gut gefüllt war und bereits im Vorfeld waren zahlreiche Tische mit Reserviert-Schildern versehen.

Nichts wurdevon der Band im Probenraum (oder davor) vergessen und somit konnten wir gemeinsam mit dem uns schon bekannten Technikteam von Micha Fleischmann (www.Konzerte-live.de) aufbauen und fingen überpünktlich mit dem Konzert an, da die Polizeistunde um Mittnacht eine feste Grenze setzte und uns bei Nichteinhaltung der Einsatz von Hundertschaften Polizei angedroht wurde.

Schon sehr schnell setzte der von uns schon mehrfach diagnostizierte Thüringen-Effekt ein und die Tanzfläche war gut gefüllt. Auch in Mühlhausen können wir immer beobachten, dass der handelsübliche Thüringer schnell seine Zurückhaltung ablegt und ne gepflegte Sohle aufs Parkett legt. Die Stimmung des Liedes ist dabei meist völlig egal. Uns begeistert das jedes Mal.

Da machte es auch nichts, dass unsere Premiere von „Your Latest Trick“ vom Saxophonisten klassisch versägt wurde. Anscheinend sollte er das nächste Mal mit adäquaten Betäubungsmitteln geschmeidig pharmokologiert (wattne Wortkreation) werden. Apropos Betäubungsmittel… ach nee das lassen wir jetzt lieber, auch wenn es -unbestätigten Meldungen zufolge- zu einem neuen Abbaunegativrekord von 2 Stunden führte.

Wie auch immer, ein drei Stunden langes Programm mit allen Hits der Dire Straits und Mark Knopfler und die großartige Stimmung verbunden mit einem beeindruckenden Ambiente in der Heiligenmühle sorgten dafür, dass uns der Abend noch lange in Erinnerung bleibt. Hoffen wir, dass es dem Publikum ähnlich geht, das Wetter im nächsten Jahr wieder mitspielt und Teil 4 des Scuttles-Gastspiels in Erfurt gewünscht ist.

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05
Jun
12

Ja ich will…

…nicht zum Junggesellenabschied. Dieser Blog muss heute ohne Bilder auskommen. Auch wird die Kunst des großzügigen Weglassens hier und jetzt massiv zelebriert. Die Scuttles hatten kein Konzert und dennoch sei hier im Blog vermerkt, was wir an einem Wochenende im Mai getan haben. Unser Pianist hat die Absicht bekundet in den Hafen der Ehe einzufahren. Die Band sah sich daher gezwungen, ihn dafür einen adäquaten Abschied zu verschaffen. So lockten wir ihn an einem warmen Samstagmittag unter dem Vorwand in den Probenraum, ein Konzert stünde auf dem Plan. Er traf ein und wir ließen ihn erstmal schön seine Pianos abbauen und einpacken.

Auf das Kommando „Zugriff“ stürzten sich alle auf ihn. Ein völlig übermotierter Drummer fesselte seine Hände mit Kabelbindern um diese gleich abschließend wieder lösen zu müssen, denn der Heiratling wurde fast völlig entkleidet, in ein Latexkleidchen gezwängt (weswegen er schwitzte wie ein Schw…), bekam einen Sombrero auf und ein Utensil umgeschnallt, welches hier nicht weiter beschrieben werden soll. Dann wurde ihm eine blickdichte Brille aufgesetzt und eine Flasche Klarer in ihn geschüttet. Derart ausgestattet wurde er in ein Auto gepfercht, welches reichhaltig mit Alkoholitäten gefüllt war und ab ging es in für ihn unbekannte Richtung. Seltsamerweise war ihm das Ziel bis zum Schluss nicht bekannt, obwohl einige an ADS und Tourette erkrankte Bandmitglieder mehrfach darüber Auskunft gaben. Der wie beschrieben bekleidete Bräutigam erfreute bei einem Zwischenstopp eine Gruppe Rentnerinnen und spätestens als wir beim ehemaligen Basser klingelten, wurde ihm klar, dass wir ihn nach Berlin entführt hatten.

Nach einer weiteren Druckbetankung ging es Richtung Tegel zum Lasertec, wo die militante Egoshooter-Bundeswehr-Gruppe der Band ihren Triumpf förmlich schon roch. Leider gingen sie beim Kriegspielen gegen die zivildienstgeschädigte und liebesbedürftige Antikriegsfraktion der Band gnadenlos unter- wohl weil ihnen Führung fehlte.

Anschließend suchten wir einen Schokoladenhändler auf um dann auf schnellstem Wege zu unserem Hostel zu kommen. Ab hier durfte dann auch der Fahrer mittrinken. Wir füllten uns die Mägen mit Döner und fuhren zur Zyankali-Bar um auf dem Weg dorthin eine Gruppe zu treffen, die einen Junggesellinnenabschied feierte. Nur schwer war die Gruppe (allen voran der Akkordeonist, der mehrfach ungefragt damit protzte in einer Band zu spielen) zu lösen. Das nächste Ziel hieß Oranienburger Straße…nun ja…wer sich in Berlin auskennt, weiß Bescheid, ansonsten legen wir den Mantel des Schweigens über die folgenden Minuten.

Setzen wir wieder ein, als die Abschiedstruppe im „Trinkteufel“ in Berlin-Kreuzberg eintraf. Wie der Name des Etablissements schon verrät wurde hier bei einem Glas stillem Wasser über die Lage in Nahost diskutiert und Schals aus biologisch abbaubarer Wolle gehäkelt. Es war bereits fortgeschrittene Nacht als ein Bandmitglied erstmalig in den Genuss von Schokolade kam. Als dem Morgen schon lange graute, fand man sich fern jedes Normalzustandes wieder beim Dönermann am Hostel ein. Es müßte so halb sieben morgens gewesen sein und die Sonne stand schon einige Stunden am Himmel, als man sich endlich zum Schlaf bettete.

Gerüchteweise kann berichtet werden, dass der Bräutigam eine Woche später ohne signifikante Beeinträchtigung durch das Wochenende davor sein Ja-Wort hauchte. Die ganze Band gratuliert ihm und seiner Frau sehr herzlich zur Vermählung…

01
Mai
12

Eine heiße Nacht in der Hauptstadt

Man möge mir die Wortwahl verzeihen, aber dass am letzten Aprilwochenende solch eine Schweinehitze, mit live im Scuttles-Transporter abgelesenen 33°C herrscht, hätte wohl keiner gedacht, zumal wir eine Woche vorher ein Open-Air-Konzert bei 5°C gespielt haben. Aber nicht so schlimm, dieses Mal war das Konzert ja indoor. Häää, komische Logik? Nun ja, den Transporter mit Wiener Kennzeichen (schon wieder sowas seltsames) bis zum Rand durch Tetrishoven vollgepackt, nahmen wir die glühende A9 in Angriff. Geplant war, die Fahrt ohne Pause nach Berlin zu beenden. Pfeiffende Lungen und volle Blasen bewirkten jedoch, dass eine kurze Pause auf dem Berliner Ring unumgänglich war aber dennoch waren wir halbwegs pünktlich in der Hauptstadt. Eine nicht geplante Bierdusche im Transporter sollte uns die Vorbereitungszeit zum Konzert versüßen und noch bevor das Konzert begann, gab es ein Wiedersehen mit dem mittlerweile in Berlin lebenden Altbasser Felix, was zur Folge hatte, dass die neuesten Witze ausgetauscht und das Publikum bereits im Vorfeld gut unterhalten wurde. Beeindruckender weise setzte sich dies auch in besonders ausgelassener Stimmung aus der Bühne fort. 

Alleinig der Saxophonist, aus dessem kranken Geiste die unfassbar dämliche Idee stammte, das Konzert bei über 30°C schick im Jacket zu spielen, musste Gewähr sein, nicht gelyncht zu werden. Gepusht vom tanzenden Publikums spielten wir beinahe das komplette Repertoire, was ein Konzert von 20:45 Uhr bis 01:00 Uhr zur Folge hatte. Dabei gab es keinerlei Probleme, keine großen Saxophon- oder Technikaussetzer, wobei letzteres wohl in erster Linie am uns bereits bekannten Techniker Kevin lag (besten Dank an dieser Stelle). 

Anschließend trennten sich die Wege der Band: ein Teil fuhr noch in der Nacht zurück nach Leipzig und dem Vernehmen nach überlebt. Der andere Teil irre mit dem Österreichtransporter quer durch Berlin, wobei eine heftige Ouzosause bis zum Morgengrauen im Wohnverschlag des Ex-Bassers die Nacht beendete/den Morgen einleitete. Nach dem Genuss des Sommerwetters an der Spree (gemeinsam mit gefühlten weiteren 2 Millionen Menschen) und der herausragenden Entertainmenteinlage eines abgefahrenen Außenspiegels, rollte das Ösimobil gen Sachsen und schloss ein heißes Wochenende ab.

Die Bilder auf von diesem Abend wurden uns von Frank Iff zur Verfügung gestellt. Ein Riesen-Dankeschön. Mehr davon HIER

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23
Apr
12

Im Norden

Der kalte Norden Deutschlands war am vergangenen Wochenende unser Ziel. Bereits Freitag Mittag brach die Band in Richtung Ostsee auf, um mal wieder im Vielmeer Kühlungsborn zu Gast zu sein. Und so führte uns der prall gefüllte Transporter durch Gewitterschauer hindurch an den Ort, in dem wir bereits im letzten Jahr einfielen. Man muss einfach festhalten, dass das Vielmeer immer wieder ein besonderer Ort für unsere Konzerte ist und so gar nicht unserem niedrigem Niveau entspricht.

Eine besondere Atmosphäre direkt am Yachthafen sorgte auch dieses Mal für eine unvergleichliche Stimmung. Und so spielten wir unsere Songs bis wir freundlichst darauf hingewiesen wurden, dass wir die Polizeistunde im Urlaubsgebiet bereits um eine halbe Stunde überzogen hatten. Vielleicht sollten wir bei unserem dortigen Konzert im August, worauf wir uns schon jetzt sehr freuen, einfach eher anfangen.

Müllfahnder Andy übernahm beim Konzert wieder das Drehen an den Knöpfen (so wie auch am folgenden Tag am Lagerfeuer). Zu erwähnen wäre hier noch, dass unser Manager nach dem Genuss mehrerer Gläser Rotwein negativ auffiel und unser Fonds an Witzen durch begeisterte Besucher aus Gera reich gefüllt wurde.

Der nächste Morgen, der eigentlich Mittag war, war für einige Bandmitglieder ein schwerer. Wer eins und eins zusammenzählen kann, wird wissen für wen. Ein heller Kopf hatte jedoch die Idee, diesen Tag mit Grillen zu beginnen, was auf allgemeine Begeisterung stieß und in einem unerwartet gutem Mahl gipfelte. Derart gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Mecklenburger Seenplatte, wo wir am kommenden Abend ebenfalls ein Konzert spielen wollten. Es handelte sich dabei um unser erstes Konzert, welches wir über unsere Facebookseite organisiert hatten. Dort lernten wir Anett Wendt von der Kulturpraxis kennen, die uns auf die Golden City Ranch Lehsten holte.

Bei Ankuft erwarteten uns drei Überraschungen: ein 87kg schwerer Hund namens Tyson, eine verblüffend herzliche Begrüßung und die Nachricht, dass wir doch einfach mal mitten im April Open Air spielen. Wir machen ja jede Scheiße mit und so bauten wir unseren Kram auf der Bühne auf, um den Konzertstart erstmal dem Solosänger Jan Wallner zu überlassen, der den Konzertbesuchern gehörig einheizte und die Scuttles begeisterte. Als wir unsere Songs begannen, zeigte das Thermometer bereits einstellige Werte an. Aber trotz dessen und einigen Tonproblemen, vor allem mit dem Saxophonmikro, blieb die Stimmung auf und vor der Bühne erstaunlich gut. Am Ende war uns dann auch die Kälte egal und es entstanden Fotos, wie wir sie noch nie hatten: Pubilkum und Band während des Konzerts bunt gemischt. Herrlich.

Der Abbau war nach dem Konzert wie immer und alle Insider wissen, was damit gemeint ist. Danach trennten sich die Wege der Band in zwei Richtungen: der geriatrische Teil der Band suchte die Nachtruhe, der erlebnisorientierte Teil der Band verlustierte sich mit dem Publikum am Lagerfeuer. Es wurde spät und beim Einzug des letzteren Teils in die Unterkunft wurde ersterer Teil brutal aus süßesten Träumen gerissen. Die Rache erfolgte stehenden Fußes als wiederum ersterer Teil nur 5 Stunden später den anderen Teil mit lauter Schallplattenspielermusik von Karat weckte. Bingo, der saß, vor allem bei jenen, die einen massiven Kater mit sich rumschleppten. Nach einem Frühstück mit Bockwurst, Kartoffelsalat und Erbsensuppe erfolgte eine wiederum herzliche Verabschiedung und die Verabredung am 19.08.2012 an gleichem Ort ein Open-Air-Sonntag-Nachmittagskonzert zu spielen. In Anbetracht des Frühstücks verlief die Rückfahrt aus sanitärer Sicht sehr entspannt, was selbst gestandene Mediziner verblüffen sollte…

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11
Apr
12

Scuttles XXS

Ostern stand vor der Tür und den Scuttles wurde vom Osterhasen ein ordentliches Ei ins Nest gelegt, wovon gleich noch detailliert die Rede sein wird. Zunächst aber die groben Fakten: das gefühlt kälteste Ostern aller Zeiten sollte auf Bitten des Papstes durch die Scuttles im Flowerpower Leipzig am Gründonnerstag eingeleitet werden. Ungern kamen wir dieser Bitte aus Rom nach. Nun denn, das Flowerpower ist eine kleine Themenkneipe in der Südvorstadt zu Leipzig, in der an so manchem Abend auch schon diverse Bandmitglieder böse versackt sind. Wenn der Autor von „Laden“ spricht ist dies mit Absicht geschehen, denn sehr groß ist das Etablissement nicht. Dennoch ist ja allgemein bekannt, dass die Scuttles sich auch mit geringstem Raum arrangieren können- mehr schlecht als Recht, wie der Saxophonist mehrfach erfahren musste, als er einen Sengel vom Gitarrenhals des Leadsängers bekam und kurz vorm K.O. taumelte.

Drei Gründe, warum dieser Blog mit „Scuttles XXS“ überschrieben ist, was keine Rückschlüsse auf diverse körperliche Ausprägungen bei den Bandmitgliedern inkludierte:

1. Der Platz: die kleine Bühne hatte zur Folge, dass der Drummer auf abgesprecktem Schlagzeugset, der Pianist unglaublicherweise auf nur einem Piano und der Saxophonist ohne Mikro spielen mussten.

2. Da der Karfreitag als heilig gilt und keine Musik- und Tanzveranstaltungen erlaubt sind, musste das Konzert um punkt Mitternacht enden. Die Besucher bekamen daher leider nur einen Bruchteil des Repertoires der Scuttles zu hören, was nun bei vielen zu der Erleuchtung führen wird, wie diese Band von der Bühne zu bekommen ist.

3. Die Scuttles traten in kleiner Besetzung an, da der Akkordeonist auf Heimaturlaub war und der Rhythmusgitarrist im Krankenhaus einlag. Und an dieser Stelle schweifen wir mal kurz ab: in der Nacht zum Sonntag am Wochenende vor dem hier beschriebenen Konzert trug es sich zu, dass 2/7 der Band in der Stadt unterwegs waren und fürstlich in einem bekannten amerikanischen Restaurant einkehrten, um zu dinieren. Hier geschah es: der Rhythmusgitarrist wurde unverschuldet Opfer eines Schlägers, der anschließend feige flüchtete. Über die medizinischen Details müssen wir hier nicht reden. Im Ergebnis brachte dies für das Bandmitglied einen über eine Woche langen Krankenhausaufenthalt, eine OP und versaute Ostern ein. Warum findet diese Geschichte Zugang in diesen Blog? Nun ja, sollte der Täter sich zufällig beim Lesen dieser Zeilen wieder erkennen, so sei ihm gesagt: wir kriegen Dich und dann gnade Dir Gott!

Aber zurück zum Flowerpowerkonzert: derart unterbesetzt war unser persönliches Empfinden eher so, dass es recht dünn klang. Das zum Bersten gefüllte Flowerpower und jubelnde Gäste empfanden das wohl eher anders. Insofern war der Abend trotz widriger Umstände gelungen und wir freuen uns auf die nächsten Termine, dann wieder in voller Besetzung.

Und unserem Maik sei an dieser Stelle auch nochmals die vollständige Genesung gewünscht.

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Oktober 2020
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