26
Jan
12

home sweet home

Man könnte meinen, die Scuttles wohnen in Tonellis Bar. Nun, für einige Bandmitglieder mag das sogar stimmen. Es gibt unbestätigte Gerüchte, wonach Scuttle und Maik Miete an Tonelli abdrücken und die Bar als Zweitwohnsitz angegeben haben. Ein nicht unbeträchtlicher Steuervorteil. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Band knapp einen Monat nach dem Weihnachtskonzert wieder in besagtem Etablissement aufschlug. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen hat Tonelli die Bar in den letzten Wochen von einer Interimslösung zu einem gestandenen Musikhotspot in Leipzig umgebaut. Wenn die Band hier eh zu Hause ist, dann kann sie auch gleich ne kleine Einweihung übernehmen. Zum anderen war dem Vernehmen nach die Resonanz nach der Weihnachtssession so groß, dass eine Wiederholung ausdrücklich erwünscht war. Auch soll es Leute gegeben haben, die Ihr Nichtkommen einen Tag vor Heiligabend bedauerten und auf Wiedergutmachung seitens der Band klagten. Und so lag es auf der Hand, einfach das gleiche Konzept nochmal auf die Leute zu schleudern. Das bedeutete, dass die Blind Sliders wieder den Abend eröffneten und knapp 2 Stunden das zum Bersten gefüllte Tonellis unterhielten. Um einen beinahe unbemerkten Übergang von Blind Sliders zu Scuttles zu gewährleisten wurden einige Songs gemeinsam gespielt, was zu einer Überbevölkerung der Bühne führte:

Als die (mit Verlaub) ältere Generation die Bühne räumte, war es bereits eine halbe Stunde vor Mitternacht- erstaunlich aber, dass keiner der Besucher nach Hause ging. Im Gegenteil, immer wieder kamen Leute von außen dazu, was dem Abend in dieser zweietagigen Lokalität eine eindrucksvolle Atmosphäre verlieh. Die sieben Bandmitglieder spielten bis kurz vor 3 Uhr nachts und nur der Techniker der Scuttles hatte mal an diesem Abend frei, weil Tonelli für den Ton sorgte.

Als eines der Highlights dieses Abends kann man wohl die Präsentation eines neuen Knopflersongs bezeichnen, den die Scuttles erstmals darboten. Knopfler ist zwischenzeitlich ja auch dafür bekannt, diverse Filme mit ausgezeichneten Soundtracks zu versorgen. Neben “Local Hero” und “Wag the Dog” zählt dazu auch der Film “Metroland”, dessen Thema spontan ins Repertoire der Scuttles wanderte. Man sollte hierzu wissen, dass bei der Bandprobe, die drei Tage vor dem Tonellis-Konzert stattfand, dieser Song spontan herausgekramt und mal schnell einstudiert wurde. Ein richtiger Kracher und der Eindruck, dass die Band diesen Songs besonders geil (sorry) findet, täuscht nicht. 

Wie überliefert wurde, war es wohl bereits heller Samstag, als die letzten Scuttles von Tonellis mit dem Verweis auf humane Arbeitszeiten seines Personals aus der Bar geschmissen wurden. Nächste Woche gibt’s aber schon das nächste Scuttles-Konzert. Dieses Mal in der gemütlichen Atmosphäre der Heimatscholle in Leipzig-Eutritzsch, wo neben den Songs des Schotten Mark Knopfler passenderweise eine Whiskeyverkostung stattfindet.

Weil dies mehrfach nachgefragt wurde: die Obertrikotagen der Band, wovon eine vom feisten Körper des Saxophonisten unansehnlich und nicht werbeträchtig präsentiert wurde, sind in unserem Shop erhältlich und machen einen jeden Leib halbwegs erträglich.

www.scuttles.de


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