Archiv für November 2011

13
Nov
11

unterwegs

Weil wir im letzten Blog über Traditionen sprachen, sei in dieser Ausgabe des verscuttleten Ergusses gleich mal deftig nachgelegt. Wie in den letzten 3 Jahren schmissen wir uns gleich nach Arbeit direkt auf die A9 und verließen sie erst wieder in Franken, um bei Rolf und Frank (sie seien hiermit gegrüßt) im Club Bermuda wieder ein Konzert zu spielen. Erstmals gönnten wir uns einen gemieteten Tourbus, der zwar alle Mitreisenden aufnahm aber sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich brachte. Positiv war, dass wir kompakt nur mit einem Fahrzeug losfuhren. Als eher schlecht stellte sich heraus, dass alle in einem Vehikel versammelt waren, was bei 3 Stunden Fahrt ans Gemüt geht. Auf Details wird hier mal wieder verzichtet, da nach dem letzten ausführlicheren Beschreibungen Beschwerden von Eltern kamen.
So nun gedanklich wieder zurück nach Pommelsbrunn: Obwohl leider nicht viele Besucher bewogen werden konnten, den Club zu stürmen, haben wir den Anwesenden ein hoffentlich tolles Konzert bereitet. zumindest war die Resonanz derartig. Danach starteten wir wieder eine kleine Aftershowparty (auch das traditionell) und wurden wieder mit einer Wuaschtplatte verwöhnt.

Ein klasse Abend, der erst gegen halb 6 in unserem “Luxushotel” endete. Am Folgetag wollten wir unserem Bandknecht Ferguson etwas Gutes tun und sind zum Thomann-Hauptsitz gedüst. Mitten in der bayrischen Pampa eröffnete sich uns ein riesiges Areal aus Lagerhallen und Funktionsgebäuden. Eines davon, stellte sich als ein Thomann-Kaufhaus heraus, welches wir direkt stürmten. Unterm Strich waren wir einfach von den Eindrücken durch die Vielzahl an Instrumenten mental überlastet (ok der Vorabend trug zu diesem Zustand bei). Ferguson ließ sich von einem Verkäufer mal so richtig ordentlich … ähhh… beraten und war nachher deutlich schlauer als vorher, was allerdings die Band vor horende Ausgaben stellen wird. Da kannste gar nicht gegen anverdienen.

Nachdem wir dann auch unseren Rhythmusgitarristen wiedergefunden hatten (ausrufen ging nicht und beinahe hätten wir bilanziell eine Abschreibung wegen Verlustes einer Rastaperson tätigen müssen) fuhren wir zum Abbau nach Pommelsbrunn, um anschließend zum zweiten Konzertort zu fahren. Auf dem Weg dorthin wägten wir ab ob fünf oder doch sogar acht Besucher kommen würden, denn das Konkurenzprogramm an diesem Novemberabend war verheerend für uns: Knopfler live in Nürnberg, “Wetten dass…?” im TV und in Bamberg ein Kneipenfestival. Der Manager brachte wieder seinen hilflosen Standardspruch “Na dann sehen wir es halt als Probe” und vor Ort begannen wir in Ruhe mit dem Aufbau. Das Ambiente im Kulturstadel war wunderschön: ausgebautes Dachgeschoss einer Scheune, schön und urig eingerichtet. Nach dem Aufbau wurden wir mit einem selbstgemachten Abendmahl verköstigt und siehe da, die Location füllte sich über alle Erwartungen hinaus. Ein Besucher des Bermuda-Konzerts fühlte sich sogar bewogen, auch am folgenden Abend bei unserem Konzert im Kulturstadel Lauterhofen zu erscheinen. An dieser Stelle sei ein ausdrückliches Kompliment an unseren Techniker ausgesprochen, der den Abend klanglich einwandfrei hinbekam. Genug des Lobes. Letztlich war der Kulturstadel super gefüllt und was uns dann erwartete, hätten wir nicht im Traum vermutet. Die Leute waren sensationell drauf, sangen die Texte mit, tanzten, feierten und schwitzten wie wir es noch nicht erlebt hatten.

Nach dem Konzert wurde uns sogar von Gästen beim Abbau geholfen und wir wurden noch in eine örtliche Bierhölle eingeladen. Als diese gegen 3 Uhr nachts den Bierausschank einstellte, wurden wir spontan noch in die Landgaststätte zweier junger Konzertbesucher eingeladen, wo weiter der Lust am Bier gefröhnt wurde. Ein Ergebnis daraus war, dass wir wohl 2012 zwei Frankentouren (Frühjahr und Herbst) machen werden und sowohl in diesem Landgasthof als auch im Kulturstadel spielen werden. Andere Folgen dieses Abends müssen erneut verschwiegen werden. Gegen 6 Uhr morgens lagen wir dann in den Betten und waren dann doch froh, dass es am Sonntag wieder nach Hause ging, denn der menschliche Körper ist für derartige Wochenenden nicht konfektioniert.

Oh es ist jetzt Zeit für ein kleines etwas verfrühtes Fazit unseres Konzertjahres 2011, denn bis Ende des Jahres ziehen wir uns für neue Songs in den Probenraum zurück: 2011 war für uns nicht nur erfolgreich sondern auch von den Erfahrungen her eine große Errungenschaft. Zwei Konzerte im Anker, viele überregionale Gigs am Bodensee und an der Ostsee, sogar das erste Auslandskonzert (in Mailand) standen auf dem Programm. Alles Erinnerungen, die wir uns nur ganz schwer mit Bierkonsum zerstören können- wir arbeiten dennoch dran. Auch beschleicht uns das Gefühl dass die Scuttles nur schwer kaputt zu machen sind. Als Maik nach Australien auswandern wollte, schalteten wir das Außenministerium ein und die Schnapsidee war vom Tisch. Auch die Lücke, verursacht durch den feigen Weggang unseres Bassers (naja er kommt ja nach seinem Studium zurück) konnte mittlerweile nach langem Suchen mit Paule gefüllt werden. Und 2012? Oh es zeichnen sich am Horizont große Dinge ab. Ohne zuviel zu verraten stehen ein unmenschlicher Junggesellenabschied, mindestens zwei Auslandsgigs und ein voller Terminplan auf dem Programm. Also anschnallen. Frohes Fest !

www.scuttles.de 

06
Nov
11

Anker Reloaded

Mit einiger Verspätung möchten es die Scuttles nicht vermissen unser traditionelles Jahreskonzert adäquat zu kommentieren. Zum vierten Mal fanden wir uns im ANKER Leipzig ein, um einer mittlerweile sehr lieb gewonnen Tradition entsprechend zu fröhnen. Und so herrschte große Vorfreude- vor allem auf den Katalog von Witzen, die wie gewohnt der ANKER-Techniker Florian zu präsentieren wußte. Als Vorband hatten wir die Schkeuditzer Jungs von “many more” eingeladen, die dem Publikum sensationell einheizten. Das war klasse. Bereits während deren Songs platzte der Raum förmlich aus den Nähten. Folglich gab es einen kurzen Einlassstop, der nach der Vergrößerung des Raums (unnütze Möbel wurden entfernt und zusätzliche Tore geöffnet), wieder aufgehoben werden konnte.
Für die Scuttles war das Konzert, neben Floris Witzen, etwas sehr Besonderes, denn letztmals spielte Felix den Bass und sein Nachfolger Paule stellte sich vor. Felix wurde mit einem wertvollen und alles-überstrahlendem Präsent verabschiedet und seinem Schicksal in Berlin überlassen. Hiermit widmen wir diesen Blogeintrag unserem Felix und hoffen dass er in zwei Jahren zurückkehrt.
Übrigens: das Konzert wurde von Rockradio.de aufgezeichnet und wird vor Weihnachten nochmals zu hören sein. Den genauen Termin geben wir auf unserer Homepage und unserer Facebookseite bekannt.
Aprospos Fressenbuch: unter diesem Link  sind wir zu finden. Einfach mal “Gefällt mir” klicken.

Ein Glück, dass es keinen “Gefällt mir nicht”-Button gibt.

www.scuttles.de




 

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